Uli Hoeneß: „Für mich geht’s jetzt um die Wurst.”

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Hoeness bei der Verhaftung

 

Der Massa vom FC Bayern München hat anscheinend mit seiner Wurst-Fabrik eine unglaubliche Summe von 600 Mio. EUR hinterzogen. Damit würde ein weiterer Rekord für diese Saison feststehen:

Größter Steuerhinterzieher der Weltgeschichte!

Uli hat den Wunsch geäussert und wird wohl mit Breno zusammengelegt. 5-10 Jahre wird er wohl sitzen.

Hier ein paar Zitate vom Ex-Manager-Idol Hoeness:

„Ich weiß, dass das doof ist. Aber ich zahle volle Steuern.” (2005)

„Wenn die Unternehmer alle in die Schweiz gehen, ist auch keinem geholfen. Mit einer Reichensteuer geht es dem kleinen Mann kein Stück besser.” (2008)

„In den vergangenen 20 Jahren sind in der Finanzwelt Menschen am Werk gewesen, die einen katastrophalen Job gemacht haben. Uns wurde vorgegaukelt, dass viele Finanzprodukte so unglaublich wichtig seien. Dabei hatten diese nur ein Ziel: die Taschen gewisser Leute voll zu machen.” (2012)

„Unsere Spieler kicken schon jetzt eine Halbzeit fürs Finanzamt, da kommen wir nicht weiter, wenn man 60 oder 70 Prozent nimmt.” (2012)

„Wenn früher eine Mark in der Kasse meiner Eltern fehlte, haben wir sie auf dem Boden gesucht. Die Stimmung beim Weihnachtsfest hing entscheidend davon ab, wie gut wir vorher verkauft hatten.” (2011)

„Natürlich will ich Erfolg, aber nicht um jeden Preis. Wenn es um Geld geht, muss man auch mal zufrieden sein.” (2011)

„Die Finanzwelt zeigt keine Bereitschaft, zur Volkswirtschaft beizutragen. Eine Krankenschwester trägt mehr zur Volkswirtschaft bei als ein Spekulant. Wenn ich sehe, dass Optionsscheine für Reis steigen, sage ich zu meiner Frau: ‚Das bedeutet, dass Menschen hungern müssen, weil sie sich keinen Reis mehr kaufen können.’” (2011)

„Ich habe für mein Schweinefleisch fünf verschiedene Lieferanten. Ich rufe an, lasse mir die Preise geben und kaufe dann. Für was aber brauchen Banker Schweinebäuche?” (2010)

Herzlichen Dank an den Einsatz der SPD und der Grünen, dass das Steuerabkommen mit der Schweiz gekippt wurde, sonst wäre Hoeness davon gekommen.

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USA: Cannabisbesitz legal in Seattle

seattle weed

Die Amis in und um Seattle dürfen nun legal Cannabis besitzen und konsumieren! Es ist die erste Legalisierung in einem US-Staat seit dem Verbot 1937.

http://www.cbsnews.com/8301-505266_162-57557466/marijuana-legalized-in-wash.-seattle-celebrates/

Was denken Sie über Israel und die Palästineser?

Was denken Sie über Israel und die Palästineser

Die neuerliche Eskalation führt wieder zu vermehrter „Berichterstattung“ und „Meinungen“ wer jetzt denn wohl wieder schuld ist. Meine Meinung dazu:

Fick dich, Israel! Fickt euch, Palästinenser!

Ab einem gewissen Punkt (und der ist erreicht!) kann man sagen: Die Psychopathen da unten haben einfach keine Aufmerksamkeit verdient. Wir brauchen eine mediale Mauer um Palästina herum, ich will nix mehr von den Idioten da unten hören.

Euro: Eine Währung stark wie ein Stier

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Verlauf des Euro zu anderen wichtigen Währungen (07/2007 – 07/2012)

Das Fazit zuerst: Der Euro ist nicht klein (weich) zu kriegen. Man sieht an dem Chart oben, dass in den vier Jahren 2008 bis 2012 mit der Dreifach-Krise (Bankenkrise, Wirtschaftsschock und Griechenland-Krise) der Euro zu der anderen Leitwährung Dollar stabil und gegenüber dem britischen Pfund und der türkischen Lira (einem boomenden Land) sogar an Wert gewonnen hat. Gegenüber den anderen beiden wichtigen Währungen hat der Euro zwar 20 – 40 % an Wert verloren, was aber eher den exportorientierten Schweizern und Japanern schadet.

Hier die Chronologie der dramatischen Ereignisse:

  • Juni 2007 bis Oktober 2008: Bankenkrise: Die amerikanische Investmentbank, Bear Stearns, dessen Hedgefonds auf Immobilienschulden gewettet haben und pleite gegangen sind macht den Anfang. Die komplette Investmentbankenbranche geht in die Knie. Der Höhepunkt ist die Woche nach dem 15.September 2008, als mit Lehman Brothers, AIG, Merril Lynch und HBOS mehrere Schwergewichte der Branche zahlungsunfähig werden. Rettungspaket USA: 950 Mrd. Dollar; Rettungspaket GB: 500 Mrd. Pfund; Rettungspaket D: 480 Mrd. Euro
  • Oktober 2008 bis Oktober 2009: Wirtschaftsschock: Durch die von der Bankenkrise ausgelöste Unsicherheit und Kreditklemme rutscht die Wirtschaft Europas und der USA in eine kurze aber heftige Schockphase. Die Arbeitslosigkeit wächst sprunghaft an. Die Regierungen legen mehrere große Konjunkturprogramme (v.a. für die Autoindustrie) auf. 2009 bricht die deutsche Wirtschaft um 5 % ein, erholt sich aber schnell wieder (2010: +3%).
  • Dezember 2009 bis Mai 2012: Griechenland-Krise: Am 8.Dezember 2009 senkt die Ratingagentur Fitch das Rating für griechische Staatsanleihen auf „BBB+“. Damit ist zum ersten Mal in der 11-jährigen Geschichte der europäischen Währungsunion ein Mitgliedsland nicht mehr in der höchsten Ratingkategorie. Die Überschuldung Griechenlands (Defizit 2009: 12,7%) gepaart mit den immer noch hypernervösen Finanzmärkten erhöht die Zinsen drastisch und bringt Griechenland an den Rand des Staatsbankrotts, nach sehr langem Ringen (laut EU-Vertrag war es sogar verboten dass ein EU-Land für die Schulden des anderen einspringt) wird das Land aber gerettet und im Mai 2012 erhöht eine Ratingagentur die Note für Griechenland wieder.

Eindeutige Gewinnerin der Krise ist Angela Merkel, die Deutschland mit verkraftbaren Verlusten (Quelle und einige Mrd. für die Banken- und Griechenlandrettung) durch die heftigen Turbulenzen schiffte.

Durch die Krise als dringend sanierungsbedürftig haben sich gezeigt:

  • Internationales Finanzsystem (Regulierung)
  • Europäische Union (Demokratiedefizit)
  • Öffentliche Haushalte (Überschuldung)

Schlag in die Eier der Bundesregierung!

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Tja, da dachte sich die aktuelle Mitte-Rechts-Koalition aus CDU und FDP doch glatt sie könnte den Bürgern ein Schnippchen schlagen und während dem EM-Halbfinale ein Gesetzchen (es geht um § 44 Abs. 4 auf S. 7 und S. 22) verabschieden, dass den „Adresshandel von Amts wegen“ legalisieren soll. Das eigentlich unmögliche Umfrageergebnis (siehe oben) ist ein Schlag in die Eier („Gesicht“ wäre nicht drastisch genug formuliert) der Bundesregierung. Selbst wenn die Koalition eine Mehrheit im Bundesrat hätte wäre dieses Gesetzesvorhaben wohl mausetot. Aber in der aktuellen Situation kann man sich die Regierung als einen Mann vorstellen der sagt: „Komm hau mir einfach so stark du kannst in die Eier.“

Der Gesetzgebungsvorgang war hier ganz interessant: Zuerst sollte ein Opt-In (Zustimmung) des Bürgers in die Weitergabe seiner Adressdaten in die Reform des Einwohnermelderegisters eingebaut werden. Doch der Innenausschuss des Bundestags hat kurz vor der Mammutsitzung des Bundestags am 28.07.2012 (ab S. 178) einen Entwurf mit Opt-out (Widerspruch) und der Weitergabe ohne Widerspruchsrecht, „wenn die Daten ausschließlich zur Bestätigung oder Berichtigung bereits vorhandener Daten verwendet werden“, eingereicht, der auch angenommen wurde. Dadurch kann ein Adresshändler eine im Internet erworbene Liste einfach in eine vom Amt aktualisierte (und dadurch sehr wertvolle) umwandeln. Die Studentenbuden-Adresse wird zur aktuellen Einfamilienhaus-Adresse des Akademikers. Die alte Adresse der Zielgruppe zur behördlich überprüften und legal erhaltenen Neuen. Man könnte sich auch einfach eine alte Adresse ausdenken um nur mit dem Namen den akutellen Wohnsitz zu erfahren.

Ein Skandal. Helmut Brandt (CDU, MdB) spricht in seiner Bundestagsrede (S. 179) von „Schutz vor einem Missbrauch der Daten zu Werbezwecken“ und dass die aktuelle Rechtslage „exakt abgebildet werde“. Zu dem fatalen Halbsatz sagt er ganz offen:

Im parlamentarischen Verfahren sind wir auch den Suchdiensten entgegengekommen und haben diesen einen erweiterten Zugang auf die in den Melderegistern gespeicherten Daten geschaffen. Die Suchdienste nehmen wichtige humanitäre Aufgaben wahr, für deren Erfüllung sie zwingend auf die Übermittlung von Daten aus den Melderegistern angewiesen sind. Typischerweise verfügen sie aber nur über lückenhafte oder zweifelhafte Angaben zu der gesuchten Person. Es bedurfte daher besonderer Regelungen und eines erweiterten Auskunftsrechts bei Anfragen im  automatisierten Verfahren, damit eine gesuchte Person sicher identifiziert werden kann.

„Die Suchdienste“ müssen für ihre „humanitären Dienste“ also „im automatisierten Verfahren“ an alle Adressen rankommen! Eine derartig dreiste Missachtung der informellen Selbstbestimmung ist bisher wohl selten im Bundestag geäussert worden! Herr Brandt, bitte nehmen Sie ihren Hut.

Der FDP-Beitrag zur Debatte von einem gewissen Manuel Höferlin verneint entgegen dem CDU-Mann Brandt, dass der Bürger hier nicht dem Adresshandel Einhalt gebieten könnte. Eine Darstellung von CHIP hält er aus dem Zusammenhang gerissen.

Der Grüne Wolfgang Wieland hat hier die Sache beim Namen genannt:

Auskunfteien und Inkassounternehmen werden sich darüber freuen, […]; jedenfalls haben sie diese Änderungen im Vorfeld gefordert. Bei den Koalitionsparteien rannte man da wohl offene Türen ein, Fragen des Datenschutzes haben sich den kommerziellen Interessen offenbar immer unterzuordnen.

Netanjahu antwortet auf Grass

Was Günter Grass eigentlich wollte ist eine Diskussion um den Konflikt zwischen dem Iran und Israel. Das hat er erreicht. Der Ministerpräsident von Israel Netanjahu (konservativ, zionistisch) ist der Chef der Exekutive und damit der mächtigste Mann im Staat. Netanjahu stellt im Interview die israelische Position dar:

  1. Iran möchte Israel vernichten – Israel will nicht den Iran vernichten
  2. Israel hat aber das Recht zur Selbstverteidigung

Ein einfache Formel die Netanjahu verwendet, allerdings nur die halbe Wahrheit. Netanjahu, und mit ihm die aktuelle israelische Regierung, hat Recht, dass die aktuelle iranische Regierung sich als Feind Israels definiert. Aber die iranische Regierung sieht sich eben auch als Verbündeter des palästinensichen Volks, das die israelische Regierung als Feind de facto als Feind Israels definiert hat.

Beide Seiten haben sich gegenseitig als Feind definiert!

Die Hardliner auf beiden Seiten steigern den Konflikt durch innere Gleichschaltung zusätzlich. „Witzig“ ist, dass beide Seiten behaupten nichts gegen das Volk der Gegenseite zu haben, versuchen aber im nächsten Satz den Feind als eine Ausgeburt der Hölle darzustellen den es zu vernichten gilt. Auf die Frage: „Erschweren [die neuen israelischen Siedlungen im Westjordanland] eine pragmatische Lösung des Konflikts?

Ganz und gar nicht! Ich glaube stattdessen daran, dass die strittigen Fragen und auch die Grenzziehung lösbar sind.

Tja, damit ist alles gesagt.

„Die Rücksicht auf das Recht des anderen – das ist der Friede.“ (Benito Garcia, mex. Politiker 1806-1872)

„Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst.“ (Marie von Ebner-Eschenbach, öster. Schriftstellerin 1830-1916)

Abschiedsbrief eines US-Soldaten

Ted Westhusing (Professor für Englisch und Philosophie und Freiwilliger im Irakkrieg) erschoss sich 2005 im Alter von 44 Jahren auf eines US-Basis im Irak. Hier sein Abschiedsbrief:

Danke, es war ein guter Tag für mich, bis Sie mich informiert haben. [Gelöschter Name] – Sie sind nur an Ihrer Karriere interessiert und bieten keine Unterstützung für Ihre Mitarbeiter. Die Mission ist Ihnen egal. Ich kann keine Mission unterstützen, die zu Korruption, Menschenrechtsverletzungen und Lügen führt. Ich bin besudelt – aber nicht mehr. Ich habe mich nicht freiwillig gemeldet um korrupte, geldgierige Unternehmen zu unterstützen, noch um für Kommandeure zu arbeiten die nur an sich interessiert sind. Ich kam um in Ehre zu dienen und fühle mich entehrt. Ich vertraue keinem Iraker. Ich kann so nicht leben. All meine Liebe gehört meiner Familie, meiner Frau und meinen geliebten Kinder. Ich liebe euch und vertraue nur euch. Tod, bevor ich mehr entehrt werde. Vertrauen ist wichtig – ich weiß nicht, wem ich noch trauen soll. [Sic] Warum dienen, wenn man die Mission nicht erfüllen kann, wenn man nicht mehr an die Sache glaubt, wenn alle Anstrengungen, jeder Atemzug mit Lügen, fehlender Unterstützung und Selbstsucht zusamnmenfallen? Ich kann nicht mehr. Überdenkt eure Selbsteinschätzung, Kommandanten. Ihr seid nicht, was ihr denkt was ihr seid und ich weiß es.

COL Ted Westhusing

Der Selbstmord von Westhusing steht sellvertretend für den naiven Amerikaner der sich enthusiastisch freiwillig meldet um in einen, seiner Meinung nach, gerechten Krieg zu ziehen, um dann vor Ort angesichts von Korruption und Betrug das Vertrauen in alles zu verlieren.

Ein Kommentar von einem Amerikaner zu dem Westhusing-Artikel:

Brave und mutige Amerikaner, mögen Sie alle in Frieden ruhen. Aber man muss schon ignorant sein um in Bush und Cheney die einzig Schuldigen zu sehen. Das ist Amerika, wir sind eine Demokratie. Sie wurden ins Amt von uns, dem Volk gewählt. Unser Geheimdienst fütterte sie mit Informationen. Glauben Sie, dass Bush und Cheney an der Front waren um Informationen über Atomwaffen zu sammeln? Die Schuld für den Krieg geht weit über zwei Menschen hinaus. Wenn Sie denken, der Präsident und der Vizepräsident hatten den meisten Einfluss auf uns in den Krieg zu ziehen, sind Sie nicht sehr klug.

Richtig ist, nicht Bush ist am Irakkrieg schuld, sondern das amerikanische Volk mit ihm an der Spitze.