Abschiedsbrief eines US-Soldaten

Ted Westhusing (Professor für Englisch und Philosophie und Freiwilliger im Irakkrieg) erschoss sich 2005 im Alter von 44 Jahren auf eines US-Basis im Irak. Hier sein Abschiedsbrief:

Danke, es war ein guter Tag für mich, bis Sie mich informiert haben. [Gelöschter Name] – Sie sind nur an Ihrer Karriere interessiert und bieten keine Unterstützung für Ihre Mitarbeiter. Die Mission ist Ihnen egal. Ich kann keine Mission unterstützen, die zu Korruption, Menschenrechtsverletzungen und Lügen führt. Ich bin besudelt – aber nicht mehr. Ich habe mich nicht freiwillig gemeldet um korrupte, geldgierige Unternehmen zu unterstützen, noch um für Kommandeure zu arbeiten die nur an sich interessiert sind. Ich kam um in Ehre zu dienen und fühle mich entehrt. Ich vertraue keinem Iraker. Ich kann so nicht leben. All meine Liebe gehört meiner Familie, meiner Frau und meinen geliebten Kinder. Ich liebe euch und vertraue nur euch. Tod, bevor ich mehr entehrt werde. Vertrauen ist wichtig – ich weiß nicht, wem ich noch trauen soll. [Sic] Warum dienen, wenn man die Mission nicht erfüllen kann, wenn man nicht mehr an die Sache glaubt, wenn alle Anstrengungen, jeder Atemzug mit Lügen, fehlender Unterstützung und Selbstsucht zusamnmenfallen? Ich kann nicht mehr. Überdenkt eure Selbsteinschätzung, Kommandanten. Ihr seid nicht, was ihr denkt was ihr seid und ich weiß es.

COL Ted Westhusing

Der Selbstmord von Westhusing steht sellvertretend für den naiven Amerikaner der sich enthusiastisch freiwillig meldet um in einen, seiner Meinung nach, gerechten Krieg zu ziehen, um dann vor Ort angesichts von Korruption und Betrug das Vertrauen in alles zu verlieren.

Ein Kommentar von einem Amerikaner zu dem Westhusing-Artikel:

Brave und mutige Amerikaner, mögen Sie alle in Frieden ruhen. Aber man muss schon ignorant sein um in Bush und Cheney die einzig Schuldigen zu sehen. Das ist Amerika, wir sind eine Demokratie. Sie wurden ins Amt von uns, dem Volk gewählt. Unser Geheimdienst fütterte sie mit Informationen. Glauben Sie, dass Bush und Cheney an der Front waren um Informationen über Atomwaffen zu sammeln? Die Schuld für den Krieg geht weit über zwei Menschen hinaus. Wenn Sie denken, der Präsident und der Vizepräsident hatten den meisten Einfluss auf uns in den Krieg zu ziehen, sind Sie nicht sehr klug.

Richtig ist, nicht Bush ist am Irakkrieg schuld, sondern das amerikanische Volk mit ihm an der Spitze.

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77% beschreiben Irak-Krieg als „Fehler“

MSNBC-Umfrage vom Dezember 2011

Gestern hat US-Präsident Obama mal kurz Geschichte geschrieben und den Irak-Krieg für beendet erklärt. Mission accomplished? Um was gings eigentlich nochmal? Saddam Hussein als Staatsoberhaupt des Iraks absetzen – 100 % Erfolg. Ansonsten, war da ja nichts. Keine Kriegsziele, keine Motive. Und für was was man nicht will, findet man auch schwer Gründe. Es gibt immer noch keine offiziellen Grund.

Das haben jetzt auch die Amis geschnallt: 77% beschreiben den Irak-Krieg in einer MSNBC-Umfrage als Fehler. Nur 8% beschreiben den Krieg als Erfolg oder zumindest noch als „notwendig“.

Damit wird die USA für die Gehirnbonität Ihrer Bevölkerung herabgestuft auf CCC (Ramschniveau) mit negativem Ausblick. Vielleicht kann die Geschichte doch noch irgendwie den „arabischen Frühling“ damit verknüpfen, ansonsten wird der Irak-Krieg eingehen als das „Single-most-stupid thing anybody ever did“. Herzlichen Glückwünsch über den Teich und gute Besserung.

Wie England die EU erpressen wollte

Für den Spontan-Boycott: Wichtige englische Marken

Am 08.12.2011 hat Mr. Cameron, Premierminister der konservativen britischen Regierung folgendes als „Gegenleistung“ für seine Zustimmung zu einer schriftlichen Verankerung einer gewissen haushaltspolitischen Kontrolle gefordert:

He also wants a separate protocol to protect the City of London from excessive EU regulation, including an agreement to let Britain enforce bank capital requirements that are higher than the proposed European maximum.

Other demands include an agreement that the new European Banking Authority should remain in London and protection from EU regulation of London-based US financial institutions that do not trade with the rest of Europe.

Mr Cameron also wants a written guarantee – making explicit what is already the case – that unanimity should apply to any proposed “user charges” for financial groups, including any variant of the controversial European financial transactions tax.

  1. Keine Regulierung der „City of London“ (Finanzzentrum der Welt)
  2. Die neue EU-Bankenaufsicht soll in London sein
  3. US-Institute dürfen nicht von EU-Institutionen reguliert werden
  4. Keine Einführung einer Finanztransaktionssteuer

Sorry, aber damit stellt sich England auf die Seite des Feindes und muss bekämpft werden!