Griechische Komödie 2010

1222 Artikel !?! - wollt ihr (Medien) mich (Bürger) verarschen?

Die deutsche Medienlandschaft ist vor die Hunde gegangen. Der Beweis: 1222 „Nachrichtenartikel“ die keine sind. Zumindest keine Neuigkeiten im engeren Sinn. Seit ungefähr einem Monat kommt jeden Tag die gleiche Nachricht im TV, Radio und in der verfickten Zeitung: „Der Staat Griechenland hat sehr hohe Schulden.“

Ok, das ist eine Neuigkeit für einen Tag, so wie die:

Ohne Worte: Comeback des Trololo-Manns (heute.de) 😉

Aber wieso nerven uns die Medien jetzt schon seit Wochen mit dieser Griechenland-Sache???

Ein Blick auf die „Staatsverschuldungsfakten“:

Man kann ablesen, dass im Jahr 2009 (Krise, hallo?) fast alle Staaten dunkelrot sind und Griechenland eben davor auch noch nicht viel Grün gesehen hat. Allerdings hat so gut wie jeder „Euro-Staat“ auch orangene (eigentlich verbotene 3-6%) Felder drin. Griechenland ist ein „schwarzes Schaf“, aber auch nicht anders wie Berlin in der Bundesrepublik. Die Lösung: Griechenland spart die nächsten Jahre wieder mehr und der Feta ist gegessen (oder: die Karotten sind gekocht, wie die Franzosen sagen) .

Wieso wird nun ewig auf diesem finanzpolitischen Thema herumgekaut?

Grund Nr.1: Nationalistische Gefühle

„Deutsche Euros für Athen“. Also bitte, das ist weder was neues, noch was schlechtes, noch etwas dass nationalistische Gefühle anstacheln sollte. Es sind Kredite, die verzinst werden. Zwar etwas niedriger als es die Banken machen, aber man bekommt ja von der Europäischen Zentralbank (die das Geld druckt!) Kredite knapp über 0%. Das heisst, ausser dem unwahrscheinlichen Fall, dass Griechenland Pleite geht (was es nicht kann, weil im Euroverbund) bekommt man Griechische Euro wieder zurück in unsere Pifke-Ärsche. Jubel, jubel!  Den ganzen alten DM-Notalgikern, wird diese Sache abermals beweisen, dass der Euro die erfolgreichste finanzpolitische Entscheidung in der Geschichte der Menschheit war und sie ja in Hinterdupfingen ihre Pfennige immer noch in den Stadtbrunnen schmeissen können.

Grund Nr.2: Intrige gegen den Euro

Mir kommt es so vor, als ob gewisse Verdächtige (USA, deutsche Wirtschaftlobbies) gerne einen niedrigereren Eurokurs, oder sogar dessen Diskreditierung herbeiführen möchten. Allen voran die von amerikanischen und Lobby-Intressen betriebenen Leitmedien wie Bild und das öffentlich-rechtliche TV werfen ihren „abschreibenden Kollegen“ täglich neue Häppchen vor. Ausserdem stuft eine amerikanische Ratingagentur (ja die gleichen Gauner, die die Welt gerade mit ihrem Subprime-Spielchen verarscht haben) Griechenanleihen herunter. Der USA liegt natürlich daran den Dollar als Weltleitwährung zu behalten (den Status macht ihm der Euro strittig). Und die deutsche Wirtschaft möchte einen schwachen Euro, da wir ja viel exportieren und das unsere Waren billiger macht.

Lange Rede, kurzer Sinn. Die „Griechische Komödie 2010“ ist das Eintrittsgeld nicht wert. Viel zu lang und das Drehbuch ist auch scheisse 😉

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