Mehrheit für Atomausstieg-Ausstieg

Eine schnell wieder in der Versenkung verschwundene Online-Umfrage des Bundesumweltministeriums (hier) ergab, dass eine (zwar nicht repräsentative) Mehrheit der Deutschen gegen den Atomausstieg und für mehr Atomkraft ist. Nämlich genau 57 %. Damit steht zumindest fest, dass keineswegs eine klare Mehrheit für den aus mancher Sicht für die Umwelt sehr schlechten Atomausstieg besteht. Die Alternativen sind nun mal sehr CO2-lastig.

Tatsächliches Umfrageergebnis auf der BMU-Seite

Tatsächliches Umfrageergebnis auf der BMU-Seite

Auf zum Atom!

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Kuranyi mit Traumtor gegen BVB (mit Video)

Der gute, alte Kevin Kuranyi (26), seines Zeichen Nationalmannschaftsfrührentner, schoss im Revierderby gegen den BVB das wohl schönste Tor seiner Karriere. Flanke Altintop und dann mit einem vollen Pfund unhaltbar ins Schwarze. Ein dolles Ding, das hier nochmal gezeigt werden soll, aus internationaler Perspektive. Die gezeigten Sender sind Canli 24 (Türkei), Dubai Sport 2, und ESPN Brazil.

Direkter Link zum Video.

Israel dreht den Spiess herum

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Er  heißt Avigdor Liebermann, gebürtiger Moldawier und 50 Jahre alt. Und: Er ist ein rechtsradikaler, israelischer Politiker. Seine Partei, „Unser Zuhause, Israel“, hat bei den Parlamentswahlen am Mittwoch 12,5% der Stimmen (letzte Wahl 9,1%) geholt und ist drittstärkste Partei. Hier seine Standpunkte:

  • Vollständige Trennung von Juden und Arabern (sogar israelische Araber sollen abgeschoben werden)
  • Der Iran ist die Wurzel von Hamas, Hizbollah und Terror
  • Israel steht an der Frontlinie im Krieg der westlichen Welt und dem radikalen Islam
  • Der Nahostkonflikt ist Ergebnis eines aggressiven, untoleranten Islams

Damit verglichen sind die Parteiprogramme von europäischen Rechtsradikalen wie NPD, Front National oder FPÖ geradezu gemäßigt. Aber ein Vergleich zwischen Israel und Europa (Lieberman macht sich übrigens für einen EU-Beitritt stark) scheint unter den gegebenen Umständen nicht zulässig.

Hinter der Politik des Ex-Türstehers Lieberman steht die rassistische Ansicht, dass der arabische Mensch nicht fähig ist zu einem Zusammenleben mit dem jüdischen Mensch. So soll durch die Trennung der Beiden, das wirtschaftliche Wachstum, die Sicherheit und der jüdische Charakter Israels gewährleistet werden.

Nach dem regelmäßigen Aufschrei von israelischen Politikern nach einem Rechtsruck oder der Wahl eines Rechtspopulisten (Haider, Le Pen) sind solche Wahlergebnisse doch sehr überraschend. Wie kann ein Volk, dass vielleicht am meisten unter Rassismus gelitten hat, nun eine derartige politische Richtung einschlagen? Ist es die pure Rache des Mobs, nach den letzten Gemetzeln? Ist Israel müde des ständigen Konflikts und möchte ein „Ende mit Schrecken“ statt ein „Schrecken ohne Ende“?

Vielleicht ist die Trennung das Beste für beide Seiten? Schwierige Frage. Aber der „herkömmliche“ Friedensprozess (mit einem Zusammenleben der beiden Gruppen) ist zur Zeit wohl eine noch entferntere Vision.

Die große Raubkopier-Lüge

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Gelogen ist, daß…

  1. Raubkopieren ein Verbrechen ist. Unter Verbrechen versteht man, die Vorbereitung eines Angriffskrieges, Raub oder Mord. Es handelt sich vielmehr, wenn überhaupt, um ein minderschweres Vergehen. Was passiert beim Raubkopieren? Man stiehlt die Kopie eines nur virtuell bestehenden Produktes mit einem eigentlich sehr geringen Wert. Oder was würden Sie für 4000 Kopien von „Die Supernasen mit Thomas Gottschalk“ auf einer Festplatte bezahlen? Das was die Festplatte kostet und dann würden Sie 3999 oder gar 4000 Kopien einfach löschen. Der tatsächliche Wert einer Raubkopie in Dateiform in rein subjektiv, eigentlich nicht messbar und ist deswegen Null! Ausserdem was niemand gehört, kann man nicht stehlen. Es liegt also nicht einmal Diebstahl vor, sondern nur der schon sehr weit hergeholte Urheberrechtsverstoß gegen einen anonymen Menschen irgendwo auf der weiten Welt, der es gar nicht bemerkt. Ein Kavaliersdelikt.
  2. Raubkopieren den Multimediakonzernen oder Künstlern schweren wirtschaftlichen Schaden zufügt. Seit 1999 gibt es statt den VHS-Kassetten DVDs. Mit dem Verkauf der DVDs (die vornehmlich auch in großer Anzahl von Raubkopierern gekauft werden!) verdient die Filmbranche mehr als mit den Kinobesuchen. Insgesamt macht die Branche mehr Gewinn als vor dem Raubkopieren. Zudem sind neue, eben durch die Onlinenutzung entstandene, Geschäftszweige, wie Online-Filmverleih und Internetwerbung mit Medien, sehr erfolgreich und bringen den Konzernen weitere Milliarden.
  3. Raubkopieren schlecht wäre für einen Künstler oder eine Kunstform. Ist es für einen Künstler schlecht, wenn jemand sein Werk sieht, hört oder liest? Natürlich ist es erstmal finanziell nicht schön, wenn jemand das Werk des Künstlers umsonst geniesst. Allerdings hat die viel weitere Verbreitung des Werkes, die nur durch Raubkopien möglich ist, auch sekundäre Vorteile, wie eine höhere Bekanntheit, eine bessere Vermarktbarkeit von den Produkten, die der Künstler vielleicht anpreisen möchte und – seien wir ehrlich – eine gewisse Befriedigung ist es wohl für jeden Künstler, wenn ein großes Publikum sein Werk geniesst, egal ob es zahlt oder nicht.

Die große Raubkopier-Lüge, mit entsprechendem ummauerten Copyright, ist damit entlarvt, als reine Augenwischerei von den großen Konzernen, die natürlich noch mehr Gewinn machen möchten. Obwohl Sie wissen, dass ihr Umsatz im Falle des kompletten Wegfalls vom Raubkopieren auch einbrechen würde, da die Verbreitung Ihrer Produkte sehr eingeschränkt würde.

Eine sinnvolle Regelung wäre, das Copyright für Medien in virtueller Dateiform endgültig und vollständig aufzuheben, allerdings die Haltbarkeit auf eine Konsumeinheit einzuschränken, und die Medien in körperlicher Form (als CD, DVD, Kinobesuch) zu verbilligen. Dadurch würde der Konsument vor die Wahl gestellt eine eigene Kopie, mit einer Hülle und sonstigem Beiwerk ins Regal zu stellen und unendlich oft konsumieren zu können, oder nur einmal umsonst das Werk praktisch „im öffentlichen Raum“ zu konsumieren.

Michael Phelps mal normal high

Bisher eher im Sporthimmel oder im olympischen Olymp unterwegs, hatte Michi „die Flosse“ Phelps eine sehr irdische Idee high zu werden. Er ging letzten November zu einer Party und als ihm jemand eine Bong (Haschisch-Pfeife) anbot griff er prompt zu.

Hits from the Bong

Hits from the Bong

Dumm nur, dass ein „Kumpel“ ein Foto von der Aktion gemacht hat und es an das britische Schundblatt „News of the World“ meistbietend verkauft hat.

Damit ist Mr. Phelps nun seinen Sportheiligenschein wieder los. Was ihn ja eher wieder etwas sympathischer erscheinen lässt.