
Spiegel 30/2008
Der gute alte (aufrührerische) Spiegel zeigt Obama auf dem Titel mit der Überschrift „Deutschland trifft den Superstar“. Da fragt man sich doch, was denn bitte diesen Obama zum Superstar gemacht haben soll? Dass er schwarz ist und für den „wichtigsten Job der Welt“ im „wichtigsten Land der Welt“ seinen „wichtigsten Arsch der Welt“ mal ins „Good old Europe“-Ländchen Germany bewegt? Dass er seinen Hollywood-Wahlkampf an das Brandenburger Tor verlagern wollte, um wie Kennedy „Ich bän ein Börlinner“ zu johlen?
Obama ist weder ein Superstar, noch ein Hoffnungsträger, noch in sonstigen idolartigen Zuständen. Er ist nur ein ziemlich linker Präsidentschaftskandidat aus den doofen USA, denen seit dem zweiten Weltkrieg immer wieder ein neuer Plan eingefallen ist um extrem Scheisse zu bauen. Und der Verdacht drängt sich auf, dass auch Herrn Obama (falls er’s denn wird) noch eine Scheissidee kommen wird. Angebracht wäre eher eine gewisse Distanz, wie etwa gegenüber einem Tour de France-Fahrer, so dass später, wenn er dann doch gedopt/Scheisse gebaut hat die Enttäuschung nicht allzu groß ist.
Ob die „neu Ära“, die laut dem Spiegel eingeleitet wird, nicht doch nur eine neue Amtsperiode eines von den Lobbies kontrollierten, von einem unfassbar dummen amerikanischen Volk geleiteten und seine Prinzipien vergessenenden Präsidenten sein wird, müsste doch erst abgewartet werden, bevor hier Verehrungen wie „Superstar“ einem um die Ohren gehauen werden.
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Schon mal was von Ironie gehört?
Cover = ironisch.
der artikel ist es nicht wert kommentiert zu werden.